Logopädie

Die Logopädie ist ein Gebiet der Stomatologie, das sich mit Behebung von Störungen des Sprechens und von Unregelmäßigkeiten in der Arbeit der Artikulationsorgane, befaßt. Sie umfasst auch die Unterstützung der Sprachentwicklung und Wiederherstellung des Sprechens.

Die Übungen mit dem Logopäden haben zum Ziel, nicht nur das Korrigieren der verunstalteten Silben, aber auch das Reduzieren des unregelmäßigen Schluckens, des Aneinanderdrücken der Zähne und das Beheben des angewohnten Lippenöffnens. Die logopädische Therapie umfaßt eine ganze Reihe von Maßnahmen, gezielt auf Verbesserung der Arbeit der Lippen, der Zunge, des Unterkiefers und des weichen Gaumens. Wir können deren Leistungsvermögen wiedererlangen, indem abermalig und systematisch Massagen und Übungen ausgeführt werden. Wesentlich dabei ist, daß die Übungen auch zu Hause gemacht werden. Das vergrößert die Chancen für schnellere Besserung und Einprägung der von dem Logopäden ausgearbeiteten Funktionen. Je früher die geeignete Person die logopädische Therapie beginnt, desto besser. Viel schlimmer lassen sich Angewohnheiten beseitigen und die Therapie dehnt sich daher zeitlich aus. Die Probleme mit dem Sprechen verschwinden nicht von selbst und es erweist sich als unentbehrlich, sich möglichst bald beim Facharzt zu melden. Die Zeitdauer der Therapie wird individuell für einen jeden Patienten angepaßt. Dies geschieht abhängig von Art und Entwicklungsgrad des Aussprachenfehlers und auch von den individuellen Möglichkeiten des Patienten, wie etwa: Regelmäßigkeit, Konzentration der Aufmerksamkeit und das Arbeitstempo.
logopedia
Jederart logopädischen Maßnahmen werden ausführliche Untersuchungen, verbunden mit Diagnosestellung vorangesetzt. Indem sich der Facharzt nach individueller Einstellung zum Patienten richet, stellt er einen für das Alter und die entstandenen Störungen entsprechenden Therapieplan auf. Immer auch bekommt der Patient Anordnungen und aufgegebene Übungen, die er zu Hause selbständig auszuführen hat. Jederart Zweifel und aufkommende Schwierigkeiten auf dem Wege zur Verbesserung der Aussprache werden von dem führenden Arzt mit anderen Fachärzten konsultiert, aus etwa solchen Gebieten, wie: Kieferorthopädie,Psychologie und Laryngologie. Das ist gezielt auf eine Ausbreitung des Spektrums der Maßnahmen und auf Hilfe bei der Wahl der entsprechenden best geeigneten therapeutischen Methode.

Entscheidend für eine regelrechte Entwiklung der Sprache ist die logopädische Vorbeugung die auf Dauerhaftigkeit von regelrechten Angewonheiten gezielt ist. Wichtig ist auch ein geeignetes Essen der Speisen (kleine Stücke, genau gekaut und geschluckt). Die Diät sollte vorwiegend harte Gemüse enthalten, Obst und Brotkruste. Diese Speisen üben auf natürliche Art und Weise die Artikulationsorgane. Systematisch soll auch eine Gymnastik der Artikulationsorgane geführt werden mittels der zugänglichen Mittel. Wir legen auch große Bedeutung auf ein Gespräch mit dem gegebenen Kind, verbunden mit der Nennung von Gegenständen aus der nächsten Umgebung, mit dem Erzählen davon, was das Kind gesehen und gehört hat. Das bereichert zu großem Maße den Wortschatz des Kindes.
Die Therapie von Erwachsenen, der Jugend und Kindern ist hauptsächlich gerichtet auf Personen, die kieferorthopädisch behandelt werden. Vor allem bei diesen Patienten müssen unbedingt das Gleichgewicht von Arbeit der Lippen, der Zunge des Kiefers rückerstattet und die verunstalteten Silben korrigiert werden. Eine unregelhafte Arbeit der Zunge hat negativen Einfluß auf den schon bestehenden Gebißdefekt und verschlechtert dies zu großem Maße. Der therapeutische Prozeß soll mit einer vollen Automatisierung des regelrechten Tones enden.   
          
In der Arbeit mit dem kleinen Patienten ist es wichtig, daß die Therapie mit Spielen und gezielter Geduld und Nachsicht verbunden ist. Sehr angebracht sind zugängliche Gegenstände, welche die Übungen mit dem Kind attraktiver gestalten, wie: Nutellen, Honig, Tic-Tac, Rosinen, Wattebäuschchen, Papierkugeln u. dgl. Diese bereiten dem Kind viel Freude und regen es zum Aufnehmen weiterer Übungen meisterhaft an. Jederart angesetzte therapeutische Handlungen sind nicht nur auf die Entwicklung des Sprechens gerichtet, sondern auch auf eine Stimulierung der Aufmerksamkeit, Konzentration, der Denkweise und auf eine Seh- und Bewegungskoordination. In der Therapie von Kindern und Jugendlichen werden spezialistische logopädische Geräte angewandt, die auf das Sprechapparat einwirken.

Wann zum Logopäden?

  • Orthodontistische Behandlung: Störungen in der Arbeit der Lippen, der Zunge und Kiefer
  • Unregelmäßigkeiten in Bau und Arbeit der Artikulationsorgane, bemerkt von Eltern und Arzt
  • Herausstrecken der Zunge zwischen den Zähnen beim Sprechen (zwischenzahnhaftes Lispeln)
  • Übermäßiger Speichelfluß beim Kind
  • Angewohntes Atmen durch den Mund
  • Erschwerter Kontakt mit dem Kind, das nicht spricht, wenig spricht oder ungern spricht
  • Abstehen des Kindes in der Sprechensentwicklung im Vergleich mit Gleichaltrigen
  • Auch wenn:
    • das Kleinkind nicht lallt,
    • das einjährige Kind keine Silben spricht
    • das zweijährige Kind nicht einfache Sätze baut
    • das vierjährige Kind nicht zusammengesetzte Sätze baut, schwierigere Laute durch leichtere ersetzt oder Laute auswechselt.
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